Was kostet ein KI-Projekt im Mittelstand?
Eine ehrliche Einordnung der Kosten von KI-Projekten im Mittelstand – von Pilot bis Rollout, inklusive der Faktoren, die den Preis wirklich treiben.
„Was kostet uns das?" ist meist die zweite Frage – direkt nach „Was bringt uns das?". Eine seriöse Antwort lautet: Es kommt darauf an. Aber das hilft niemandem weiter. Deshalb hier eine ehrliche Einordnung, mit der Sie intern rechnen können.
Die drei Kostenphasen
Ein KI-Projekt im Mittelstand verläuft typischerweise in drei Phasen, die sich auch im Budget abbilden:
- Standortbestimmung (niedrig). Workshop oder Analyse, um die richtigen Anwendungsfälle zu finden. Hier geht es um wenige Tage Aufwand – die Investition, die am meisten Fehlinvestitionen verhindert.
- Pilot (mittel). Ein klar umrissener Anwendungsfall, einsatzbereit in 6–12 Wochen. Das Ziel ist ein produktives System mit messbarem Nutzen, nicht ein Prototyp für die Schublade.
- Rollout & Betrieb (laufend). Skalierung auf weitere Bereiche plus Wartung, Monitoring und Support.
Was den Preis wirklich treibt
Nicht die KI selbst ist der größte Kostenfaktor, sondern das Drumherum:
- Datenqualität und -zugang. Liegen Daten sauber und zugänglich vor, geht es schnell. Müssen erst Schnittstellen gebaut oder Daten bereinigt werden, steigt der Aufwand.
- Integrationstiefe. Eine Lösung, die tief in SAP, ERP oder MES eingreift, ist aufwendiger als ein abgegrenztes Hilfssystem.
- Governance-Anforderungen. EU-Datenhaltung, Audit-Logs und Freigabeprozesse sind im regulierten Umfeld Pflicht – und Teil des Aufwands.
- Anzahl der Prozesse. Ein Use Case ist überschaubar. Zehn parallel sind ein Programm.
Wie Sie das Budget klein halten
- Mit einem Piloten starten. Ein einzelner, gut gewählter Anwendungsfall begrenzt das Risiko und liefert die Zahlen, mit denen Sie das nächste Budget begründen.
- Auf Wiederverwendbarkeit achten. Was Sie einmal an Integration und Governance aufbauen, trägt die folgenden Use Cases mit.
- Nutzen messbar machen. Prüfzeit, Durchlaufzeit, Fehlerquote – ein Projekt, das sich nach wenigen Monaten selbst trägt, finanziert die nächsten Schritte.
Die richtige Frage
Statt „Was kostet KI?" lautet die bessere Frage: „Ab wann rechnet sich der erste Use Case?" Bei gut gewählten Prozessen – etwa Angebotserstellung oder Qualitätsprüfung – liegt der Hebel oft bei 70–80 % Zeitersparnis. Welche Prozesse sich dafür eignen, zeigen wir in „KI in der Produktion: 7 erprobte Use Cases". Dann ist die Amortisation eine Frage von Monaten, nicht Jahren.
Eine ehrlich gerechnete Hausnummer für einen aussagekräftigen Proof of Concept – inklusive der Kosten, über die selten gesprochen wird – finden Sie in unserem kostenlosen Whitepaper „Nachhaltig KI im Mittelstand einführen".
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